Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Aide a la Jeunesse Africaine 2000

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert für drei Jahre das Projekt „ Stimme der Jugend“ der JHA 2000 e.V.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert bundesweit mit jährlich ca. bis zu ca. 500 Projekte zur sozialen und gesellschaftlichen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern in ihr Lebensumfeld.
Ziel der Integrationsprojekte ist es:

  • die Kompetenzen von Zuwanderern zu stärken,
  • die aktive Partizipation der Zuwanderer am gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern,
  • die wechselseitige Akzeptanz von Zuwanderern und Einheimischen zu verbessern,
  • Kriminalität, Gewalt und Sucht vorzubeugen

Die Projektförderung folgt integrationspolitischen Gesichtspunkten, zum Beispiel dem Nationalen Integrationsplan einschließlich der vom Bund eingegangenen Selbstverpflichtungen und den Handlungsempfehlungen des Bundesweiten Integrationsplans für das Handlungsfeld „gesellschaftliche Integration“.
Zielgruppe der Projekte sind Neuzuwanderer und Zuwanderer, die schon länger in Deutschland leben.


Die gesellschaftliche und soziale Integration von Zuwanderern soll durch die umfassende Mitwirkung und die Trägerschaft von Migrantenselbstorganisationen verstärkt werden.


Die Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. konnte im bundesweiten Auswahlverfahren, das BAMF von ihrer Projektvision überzeugen. und erhält nun für das Projekt „Stimme der Jugend“ eine dreijährige Förderung.

Das geförderte Projekt: „Stimme der Jugend“

Projektinhalt

Projektinhalt ist ein Berufsorientierungsprogramm für Jugendliche mit Migrationshintergrund , dass Migranteneltern durch das Angebot von Elternseminaren und Informationsveranstaltung (schule u.Beruf) in dem Integrationsprozess ihrer Kinder mit einbezieht. Im Rahmen eines “Music-Studios Projektes“ sollen Jugendliche musikalisch ihre Stimmen zu (beruflichen) Zukunftsperspektiven erheben. Schließlich sollen integrationsbezogene Sportangebote Jugendliche beim Abbau von schulischem Stress helfen

Projektziele

Hauptziel des Projektes ist es jugendlichen, die aufgrund starker Familienorientierung, persönliche Wünsche u. Interessen zugunsten von Plänen und Vorstellungen der Familie hinten anstellen, in Bezug auf die Berufswahl, „ihre eigene innere Stimme entdecken zu lassen. Ziel ist es jungen Menschen eine individuelle Lebensplanung zu ermöglichen. Elternseminare sollen Migranteneltern für diese Thematik sensibilisieren. Musik wird als Mittel genutzt um den Kommunikationsstörungen in der Pubertät entgegenzuwirken.

Projektmodule

Berufsorientierungsprogramm

Durch ein Berufsorientierungsprogramm dass Eltern mit einbezieht, soll Jugendlichen ( vor allem Mädchen) berufliche Perspektiven aufgezeigt werden die ihnen neue Lebenswege und Lebensformen ermöglichen. Durch Ermunterung und Information fördert dass Programm das selbständige Handeln unter Jugendlichen. Ein weiterer Schwerpunkt, ist die Stärkung der Erziehungskompetenz von Migranteneltern im Bereich Übergang Schule/Beruf


Das Berufsorientierungsprogramm umfasst folgende Angebote:

  • Einzelgespräche mit Eltern u. Jugendlichen in Bezug auf berufliche Fragen
  • Informationsveranstaltung zu Fragen über den Übergang Schule/Beruf
  • Anbieten eines Kommunikationstrainings: Ziel ist die Wahrnehmung und Artikulierung von persönlichen Wünschen von Jugendlichen
  • Anbieten von Hilfe bei der Praktikumssuche sowie bei der Suche nach einer Lehrstelle oder weiterführenden Schule
  • Hilfe bei Bewerbungstrainings und Bewerbungsformalitäten
  • Elternseminaren zur Stärkung der Erziehungskompetenz im Bereich Übergang Schule/Beruf
  • Vernetzungsarbeit mit Fachstellen die im Bereich Migration und Jugendberufsberatung tätig sind

Integration durch Musik: Das Musik-Studio- Projekt

Musik vor allem das“ kreative machen“ von Musik kann in vielfältiger weise für die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund genutzt werden.
Musik ist ein Ventil für unterschiedliche Emotionen, wie Frust, Aggression, Enttäuschung aber auch Freude, Hoffnung und Glaube. Es ermöglicht den Jungen Menschen nicht nur Emotionen des Lebensalltages zu verarbeiten sondern stellt gleichzeitig eine Brücke zur Außenwelt dar mit der man in Kommunikation treten möchte.


Schließlich ist das „machen von Musik“ eine wunderbare Art des „Selbstausdruckes“ .Das sich Präsentieren, das zeigen seines Talents bzw. seiner Freude ist nicht nur ansteckend für die Umwelt sondern erhöht das Selbstwertgefühl des einzelnen.


Dank der Hilfe des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hat die JHA 2000 e.V. ein professioneller Music-Studio in ihren Räumlichkeiten einrichten können. Unter diesen optimalen Rahmenbedingungen können deutsche Jugendliche und solche aus anderen Kulturkreisen in der gemeinsamen geteilten „Lebenswelt Musik“ Erfahrungen austauschen und sich begegnen. Somit dient diese Teilmaßnahme der Förderung von kommunikativen und sozialen Kompetenz.


Die Maßnahme Musik-Studio umfasst folgende Angebote:

  • Durchführung von HIP-HOP / R&B/Soul/POP Worksshop
  • Professionelle Aufnahme von Songs im Musik Studio
  • Eventuell Dreh von Musik Video
  • öffentliche Gesang Auftritte / z.B. Stadtteilfest
  • Gemeinsame Aktionen mit anderen Jugendeinrichtungen (z.B. Partys)

Integration durch Sport: Basketball und Fußball

Über die Sportangebote können junge deutsche, Afrikaner und andere Ausländer von verschiedenen Schulen-Gymnasien, Realschulen, Gesamtschulen- in die gemeinsame sportliche Trainingsarbeit eingebunden werden. Das Medium des Sports wird als Elemente für eine interkulturelle Verständigung zwischen Teilgruppen verstanden. Die Teilmaßnahme dient der Förderung von kommunikativer und sozialer Kompetenz. So können bei gemeinsamer sportlichen Tätigkeit grundlegende Regeln im wechselseitigen Umgang miteinander erprobt, Toleranz gefördert und Konflikt- und Kompromissfähigkeit entwickelt werden. Werte wie Respekt, Toleranz und Fair Play sollen im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens der Kulturen gefördert werden.


Die sportlichen Aktivitäten umfassen folgende Angebote:

  • Durchführung von Trainingsmaßnahmen
  • Durchführung und Teilnahme an verschiedenen Turnieren
  • Eventuelle interkulturelle Gesprächskreise mit Jugendlichen
  • Vernetzungsarbeit mit Organisation wie „Köln Kickt“ die ebenfalls im Handlungsfeld „Integration durch Sport tätig sind