Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Aide a la Jeunesse Africaine 2000

Urkunde für Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. im Wettbewerb „United-By –Sport Verein (T)“ von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ausgezeichnet.

Dr. Wolfgang Schäuble,
MdB Bundesminister des Innern

Die gesellschaftliche Integration von Zuwanderern stellt heute alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor ähnliche Herausforderungen. Die global zunehmenden Wanderungs- bewegungen bei gleichzeitigem demographischem Wandel führen zu deutlichen Verände- rungen in der Zusammen- setzung der Gesellschaft.

In Deutschland leben heute rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Und bereits jedes vierte in Deutschland geborene Kind hat mindestens einen Elternteil nicht-deutscher Herkunft. Diese Zahlen werden in nächster Zukunft noch weiter steigen.

Um der Entwicklung zu begegnen, müssen wir die Voraussetzung für ein gelungenes soziales Miteinander schaffen, indem wir die Potenziale des jeweils Anderen erkennen und auch nutzen. Das geht aber nicht ohne Integration.

Diesem Ziel ist auch der Wettbewerb „United by Sports – Sport verein(t)“ verpflichtet. Gefördert durch Mittel der Europäischen Union sowie des Bundesinnenministeriums, ruft „United by sports – Sport verein(t)“ Lehrer und Eltern, Schulen, Vereine und andere Gruppen oder Organisationen dazu auf, Projekte einzureichen, die zu einer verbesserten Integration von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen, indem sie das dem Sport innewohnende Integrationspontenzial nutzen.

Gerade der Sport kann für die soziale Integration sehr hilfreich sein. Er überwindet Sprachbarrieren und Grenzen ebenso wie Vorurteile. So sind Zuwanderer und viele andere, deren Lebenssituation in der Gesellschaft ansonsten eher schwierig ist, in Vereinen als gleichberechtigte Mitglieder anerkannt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Leistung, die unabhängig von Nationalität, Sprache, sozialem oder kulturellem Hintergrund erbracht wird. Fairness, Toleranz und Teamgeist sind hier keine leeren Begriffe, sondern werden aktiv gelebt.

Mit dem Wettbewerb wollen wir eine breite Öffentlichkeit über Projekte informieren, die uns zeigen, dass Integration gelingt, wenn sie als Anliegen aller gesellschaftlichen Akteure begriffen und vor Ort gelebt wird.

Der Wettbewerb findet zeitgleich in Deutschland, Großbritannien, Österreich, den Niederlanden und Slowenien statt. So unterschiedlich die Situation in den einzelnen Staaten auch sein mag: Die Herausforderung, Zuwanderer unterschiedlichster Herkunft in die Gesellschaft zu integrieren, ist in allen Ländern sehr ähnlich.

Ich bin sicher, dass es viele gute Ideen und Projekte gibt, die den Sport als Mittel zur gesellschaftlichen Integration zeigen, und hoffe somit auf eine rege Beteiligung.

Dr. Wolfgang Schäuble,
MdB Bundesminister des Innern

 

Ob mit „Integrationslotsen" oder in „SprachSportSommerCamps" - mit viel Kreativität sorgen die Gewinnerteams des europäischen Wettbewerbs „United by Sports" für Integration im Sport. Dafür wurden sie am 26. November im Bundesministerium des Innern in Berlin ausgezeichnet.
Die Resonanz auf den Wettbewerb zeigt, dass die Integration von Zuwanderern eine der wichtigsten Aufgaben der Europäischen Staaten ist und der Sport vielfältige Möglichkeiten der Integration bietet. Aus den über 100 Einsendungen wurden zehn Projekte zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen.