Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Aide a la Jeunesse Africaine 2000

Das Forum Migrantinnen und Migranten im Paritätischen Wohlfahrtsverband ist gegründet.

Sprecher ist Kenan Kücük. Stellvertretende Sprecher/in sind Tshikudi Londji von der Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. sowie Behshid Najafi in Köln. Am 4. und 5. Mai haben Vertreterinnen und Vertreter von 42 der ca. hundert Migrantenselbstorganisationen im Paritätischen das "Forum Migrantinnen und Migranten im Paritätischen Wohlfahrtsverband" gegründet. Die Idee der Gründung eines solchen Forums war im vergangenen Jahr vom Verbandsrat des PARITÄTISCHEN beschlossen worden um eine stärkere Beteiligung der Migrantinnen und Migranten an der Gestaltung der Integrationspolitik zu erreichen.

In mehreren Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Gründerinnen und Gründer des Forums mit den wichtigsten Aspekten ihrer künftigen Tätigkeit. Ziel des Forums ist es, die Arbeit der Migrantenselbstorganisationen im Paritätischen besser zu vernetzen und so auch die politische und gesellschaftliche Interessenvertretung zu stärken. Unterstützt werden sie dabei von der Zentralen Koordinierungsstelle für Ausländerarbeit im Paritätischen.

Sprecher und Beirat

Es wurde ein Sprecherkreis aus drei Personen und ein sieben Personen umfassender Beraterkreis gewählt (siehe hierzu auch die Anlage mit den Ergebnissen der Wahlen). Sprecher ist Kenan Kücük vom Multikulturellen Forum in Lünen. Stellvertretende Sprecher/in sind Behshid Najafi von agisra, der Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische Ausbeutung in Köln, sowie Tshikudi Londji von der Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. in Köln. In den Beraterkreis wurden gewählt: Thomas Hurst (Initiative Schwarze Deutsche und schwarze Menschen in Deutschland NRW e.V./Köln), Emrijeta Veshi (Hilfe von Mensch zu Mensch e.V./München), Berivan Aymaz (Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland e.V./Bonn), Ngoc Nguyen Hoai (Ausländerrat Dresden), Thi My Hanh Nguyen (Vietnamesische Interkulturelle Fraueninitiative VIFI e.V./Witten), Regina Hochdörfer (Kultur- und Integrationszentrum Phönix Köln e.V.) und Dr. Mehmet Alpbek (Türkischer Elternverein e.V./Berlin).

Resolution

In einer Resolution forderte das Paritätische Forum eine stärkere Beteiligung von Migrantinnen und Migranten an der Integrationspolitik. Es kritisierte, dass in der Politik weitgehend über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werde. "Unter Integration verstehen wir, auch aktiv in die Gestaltung unserer Lebensbedingungen einbezogen zu werden". Politische Teilhabe sei eine der zentralen Voraussetzungen für eine gelingende Integration. Wenn es der Politik damit ernst sei, solle sie endlich das Kommunalwahlrecht auch für nicht aus der Europäischen Union stammende Migranten einführen. Das Bündnis appellierte an die Bundesregierung, im Integrationsplan, der im Sommer verabschiedet werden soll, konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für Zugewanderte aufzuzeigen. Vor allem bei der Konzeption und Umsetzung von Integrationsmaßnahmen müssten Migranten stärker einbezogen werden. Massiv kritisiert das Paritätische Forum die geplanten Verschärfungen beim Zuwanderungsrecht, insbesondere bei der Familienzusammenführung.

Der Text der Resolution ist beigefügt. Die Gründung des Forums wurde in einigen Medien aufgegriffen (siehe Anlage).

Ansprechpartner bei weiteren Fragen zu dem Forum ist José Povedano, Leiter der Zentralen Koordinierungsstelle für Ausländerarbeit im Paritätischen.