Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Aide a la Jeunesse Africaine 2000

Besuch von Herrn Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW, in unserer Einrichtung

Dank einer Anfrage des Integrationsbeauftragten Herrn Kufen, hatten wir die Ehre Ihn in unseren Räumlichkeiten empfangen zu dürfen. Ein erster Kontakt hatte sich bei der Preisverleihung im Rahmen des vom Land NRW veranstaltet „Kilimandjaro Wettbewerbes“ ergeben. Sinn und Zweck des Wettbewerbes war es, die NRW tätige Vereinsarbeit von afrikanischer Einrichtung zu fördern und zu würdigen. In diesem Zusammenhag wurde der JHA 2000 e.V. vom Integrationsbeauftragten Herrn Kufen, in der Kategorie „Medien und Öffentlichkeitsarbeit“ ein Siegerpreis in Form einer Urkunde und 500 € überreicht.

Am Freitag den 8 Mai konnte Frau Mews, die Vorsitzende der JHA 2000 e.V. nun Herr Kufen in der Einrichtung empfangen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede, der eine Führung durch die Einrichtung folgte, wurde den Integrationsbeauftragten in einer kleinen Runde die Schwerpunkte des Vereins vorgestellt. Der Gesprächskreis bei dem der Vorstand und einige Mitarbeiter der JHA teilnahmen wurde auch von zwei Journalisten ( Kölner Stadtanzeiger/ Kölnische Rundschau) begleitet. Sie erfuhren, dass der Bereich „Integration durch Sport“ neben dem Bereich „Integration durch Musik“ ein wichtiger Pfeiler beim interkulturellen Austausch von Kindern und Jugendlichen ist. Herzstück der Vereinsarbeit der JHA 2000 e.V. jedoch die „Integration durch Bildung“ sei. Hier bemühen wir uns neben der individuellen außerschulischen Förderung von Migranten (durch Hausaufgabenbetreuung und spezieller Nachhilfe) auch um die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen um den „sozialen Aufstieg“ durch Bildung zu sichern.

Herr Kufen betonte in diesem Kontext auch die Wichtigkeit von Elternarbeit und lobte die aktuelle laufenden Projekte“ Stimme der Jugend“ und „ Ein Familienförderansatz für Migranten“, die genau dort ansetzten. Nach einer gemütlichen Kaffe und Kuchen Pause, wurde der zweite Teil des Empfangs-
Programm eröffnet:

Eine offene Gesprächsrunde mit der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen.

Gegen 16 Uhr trafen zahlreichen Kinder und Jugendliche in der Einrichtung ein und füllten schnell den Konferenzraum. In der vom Vorstandsprecher Tshikudi Londji moderierten Gesprächsrunde, kam es zu einem interessanten halbstündigen Austausch zwischen den Jugendlichen und dem Integrationsbeauftragten. Nach einer Kurzen Vorstellung der politischen Arbeit eines Integrationsbeauftragten, wurden zahlreiche Fragen an Herrn Kufen gestellt. Er antworte auf Fragen hinsichtlich seines politischen Werdeganges und gab auf die Frage was für Ihn eine gelungene Integration sei folgende Antwort:“ Da wo es keine Unterschiede mehr gibt“.

Mutig griff er auch dass wichtige Thema, der unterschiedlichen Behandlung von Migrantenkindern in deutschen Schulen auf und sagte dass „ Karrieren im Beruf und in der Schule dürfen nicht von Zufälligkeiten oder dem Einkommen der Eltern und schon gar nicht von deren Hautfarbe abhängen“. Leider gehe die Schere zwischen Migranten, die es schaffen und solchen, die versagen, immer weiter auseinander. „Es gibt durchaus dunkelhäutige Chefärzte, aber auch immer mehr Schulabbrecher sagte Herr Kufen.“ Als eines der großen Probleme sieht Kufen dabei die Ausbildung der Lehrer. Es. gebe nach seiner Ansicht viel zu wenige ausländische Lehrer und bei vielen Pädagogen auch erhebliche Vorurteile gegenüber Schulkindern aus Migrantenfamilien. Das bestätigten auch die beiden Schüler Jordi und Jonathan.

„Der Übergang von der Schule in den Beruf ist die Baustelle, auf der wir arbeiten müssen“ erklärte Kufen. Und genau dort setzt auch das Projekt „Stimme der Jugend“ an. Unser Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziell unterstützt, weil wir damit die soziale und berufsorientierte Integration von Jugendlichen fördern und deren Eltern in den Prozess mit einbeziehen.

Für die offene und aufgeschlossene Art mit der Herr Kufen im Austausch mit den Jugendlichen trat gab es von den jugendlichen rundweg eine positive Resonanz. Dies bestätigen Ausdrücke wie „locker“, “cool“ „aufmerksam“. Sie zeigen deutlich die Sympathien die den Integrationsbeauftragten, nach der Begegnung, entgegengebracht wurde.

Zum Abschluss des Besuches gab es eine musikalische Kostprobe der Jugendlichen aus dem Workshop „Stimme der Jugend“. Die im Workshop vorbereiten, eigenen Rapsongs wurden von Jordy, Robby, und Jonathan mit viel Enthusiasmus, Spielwitz und musikalischem Talent vorgetragen. Die Gruppe Komekaté setzte mit Ihrer sehr dynamischen „Performance“ noch einen drauf, und begeisterte Publikum und Journalisten.

Herr Kufen war von den beiden Auftritten sehr angetan und lud spontan die Gruppen zum Bühnenauftritt beim NRW- Tag in Hamm, den Landesgeburtstag, ein. Nach einem schönen Fotoshootting mit Kindern, jugendlichen und Mitarbeiter des Vereins JHA 2000 e.V., bedankte sich die Vorsitzende Frau Mews bei Herrn Kufen für die positive offensive Ausübung seines Amtes als Integrationsbeauftragter und sprach zugleich die Hoffnung aus gemeinsam mit Ihm den begonnenen Kommunikationsprozess Fortsetzen zu dürfen.