Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Jugendhilfe Afrika 2000 e.V. Aide a la Jeunesse Africaine 2000

Bericht über das Integrations-Turnier Black and White im Zuge von WM 2006 am 04.06.2006 auf den Jahnwiesen.

Exakt fünf Tage vor Beginn der Fußball-WM 2006 Die Organisatoren des Turniers (7 Personen) trafen sich um 09:00 Uhr. Mit Herrn Schmischke, Verantwortlicher der Stadt Köln und der WM Büro, wurde die Strom- und Wasserversorgung abgesprochen. Des Weiteren wurde die Verteilung der Stände vorgenommen, die 12 ausgeliehenen Trikotsätze von 6 Vereine aus Köln wurden gezählt, Pavillons aufgebaut und Bänke und Tische sowie Essen bei „ La Playa“ abgeholt und vor Ort aufgebaut.

Als die Organisatoren von den Besorgungen zurückkamen, waren die Kinder schon auf den Jahnwiesen angekommen. Auch die angereisten Kinder aus den Standorten Dortmund und Gelsenkirchen waren verkehrstechnisch sehr gut durchgekommen, so dass pünktlich mit der Veranstaltung begonnen werden konnte.

Exakt fünf Tage vor Beginn der Fußball-WM 2006 fand am Sonntag, 04. Juni 2006 von 9.00 bis 20.00 Uhr, ein multikulturelles, öffentlichkeitswirksames und symbolträchtiges Fußballturnier auf den Jahnwiesen neben dem Rhein-Energie-Stadion in Köln statt. Das Besondere an diesem Turnier war, dass es 60 schwarze und 60 weiße Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren aus der Umgebung der WM-Städte Köln, Dortmund und Gelsenkirchen integrativ zusammenführte. Im Hinblick auf die WM-Begegnungen in Köln mit drei afrikanischen Teams (Ghana, Angola und Togo) hat das Turnier für viel Begeisterung gesorgt und vielen der angereisten Fans, Touristen und WM-Besucher dieser drei Länder sowie den einheimischen Mitbürgern eine große Freude bereitet.

Was gibt es Schöneres für fußballbegeisterte Kinder, als im Rahmen der WM ein öffentliches Fußballturnier zu spielen, bei dem zahlreiche Touristen und Fans aus aller Welt zuschauen? Das Turnier fand als Highlight des Projekts im Zuge der WM vor breiter Öffentlichkeit statt. Die nationale und internationale Presse wurde durch Pressemitteilungen darüber informiert. Damit alle Beteiligten das WM-Feeling möglichst hautnah miterleben konnten, fand das Turnier auf den Jahnwiesen unmittelbar neben dem Rhein-Energie-Stadion statt.

Dadurch, dass die Teilnehmer in gemischten Teams (mit 5 schwarzen und 5 weißen Kindern) spielten, sollte der Weltöffentlichkeit ein Zeichen der sozialen Integration und eine Absage an Intoleranz signalisiert werden.Die Kinder und Jugendlichen wurden im Vorfeld des Turniers darauf vorbereitet und geschult, Fans, Touristen, WM-Besucher und Einheimische zu motivieren, zu unterhalten und gleichzeitig gegen Ausländerfeindlichkeit zu werben.

Dem WM-Slogan " Die Welt zu Gast bei Freunden" wurde so noch stärker Ausdruck verliehen. Das Turnier trug zu einer positiven, optimistischen und frohen Atmosphäre bei der Fußball-WM 2006 bei. Um das Turnier noch attraktiver für Zuschauer und Besucher zu gestalten, gab es ein Animations- und Moderationsprogramm auf einer Showbühne. Es wurde Torwandschießen mit einer Geschwindigkeitsmessung angeboten, eine Hüpfburg errichtet und ein Gewinnspiel durchgeführt.

Das multikulturelle Turnier, in dem weiße und dunkelhäutigen Jugendliche zusammen spielten, war nicht nur charakterisiert durch die freundliche Atmosphäre zwischen den Jugendlichen, sondern damit und darüber konnte zudem eine deutliche Botschaft im Kampf gegen Rassismus im Fußball gesetzt werden, die auch öffentlichkeitswirksam in unmittelbarer Nähe zum Austragungsort der FIFA WM 2006 umgesetzt wurde. Besonders sichtbar wurde diese interkulturelle Maßnahme, Toleranz und Integration gemacht (Öffentlichkeitswirksame Toleranz- und Anti-Rassismusarbeit), durch ein großes Gruppenfoto mit den Banner mit Logos von „Stand up Speak up“ und der organisierten Einrichtung der Jugendhilfe Afrika 2000 e.V., durch das Rahmenprogramm, das u.a. von einer gemischten Auftritt der angolanisch-deutschen Trommelformation Ingoma Kimpaz mit weißen und schwarzen Trommlern geprägt wurde, die vor Ort trommelten;
durch weiße und schwarze Jugendliche, die auf die Rhythmen der Trommler tanzten und in Zweier-Gruppen ihre besten Tricks zeigten,
dadurch, dass jedem Kind das Poster des Turniers überreicht wurde: WM 2006 Black and White und ein T- Shirt mit der Aufschrift Welcome to Germany 2006 mit dem Logo-Foto der Pilotmaßnahme Black and White auf der Brust (ein weißer und schwarzer Jungen, die sich umarmen, siehe erster Seite),
dadurch, dass die Presse zahlreich vertreten war (WDR 5, Deutsche Welle, Kölner Rundschau), die auch durch ihre Berichterstattung ein breites Publikum erreichen konnten und damit Werbung im Kampf gegen Rassismus und für Toleranz und Solidarität im Fußball machte (Die Pressearbeit wird im Zuge der Diplomarbeit von Manuel W. gesondert ausgewertet).

Öffentlichkeitsarbeiten im Vorfeld

Um das Turnier bei allen KölnerInnen, WM-Besuchern und Touristen bekannt zu machen, wurde es über eine Vielzahl von Kanälen beworben.

Im Vorfeld des Turniers wurden 5000 Infoflyer von den Teilnehmern in den
Innenstädten von Köln, Gelsenkirchen und Dortmund verteilt.
500 Plakate, die über das Projekt informierten, wurden bis zum 20.05.2006 in den Stadtgebieten von Köln, Gelsenkirchen und Dortmund aufgehängt.
1000 Plakate, die über das Turnier informierten, wurden bis zum 04.06.2006 in den Stadtgebieten von Köln, Gelsenkirchen und Dortmund aufgehängt.
Die Radiostationen EinsLive, Kölner Radio, Radio Erft, WDR 5 berichteten über das Fußballprojekt. Das WM-Büro in Köln warb mit seinem professionellen Presseverteiler und hochmodernen Kommunikationssystemen für das Turnier.
In Radiobeiträgen kamen die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen zu Wort.
Die lokalen und überregionalen Printmedien berichteten über das Event.

Öffentlichkeitsarbeit während und nach dem Turnier
Friedensbotschaften wurden von Spielern auf T-Shirts zur Schau getragen,
indem sie gemeinsam durch die Zentren ihrer Stadt zogen und Give-aways
(Trillerpfeifen, Schlüsselanhänger etc.) verteilten.
Die gebotenen Attraktionen wurden den Besuchern durch Moderation von der
Showbühne vorgestellt. Infoflyer wurden während der Veranstaltung verteilt.
Ein Hiphop-Song wurde auf der Showbühne von Jugendlichen vorgetragen.
Evaluation des Projekts in Form einer Broschüre durch die Deutsche Sporthochschule Köln.

Die breite Öffentlichkeit wurde informiert durch:

Ausführliche Berichterstattung des Kölner Stadt-Anzeigers (Auflagenhöhe: 372.000, Montag - Samstag). Begleitende Berichterstattung in der übrigen Kölner Presse, wie der Kölner Rundschau, dem Köln-Bonner Express und der Kölner ‚Bild’-Ausgabe sowie den Veranstaltungsmagazinen Prinz, Marabo „Magazin fürs Ruhrgebiet“, Honnef24.de – die Internetzeitung für die Region, Stadtrevue – Köln Magazin, Kölner Brett, Kölner Anzeigeblatt und Go2 Köln.
Die WDR-Sendungen Cosmos, sowie der Sender Center TV Köln strahlten Beiträge über das Fußball-Projekt aus (Video siehe Anlange).
Der Radiosender WDR 5 sendete am 09.06.2006 einen Bericht über das Fußball-Projekt. Die internationale Presse (CNN, Reuters, etc.) wurde auf die hochinteressante Turnierkonstellation von schwarzen und weißen Jugendlichen aufmerksam gemacht.Abschließende rückbetrachtende Bewertung aus Sicht der Organisatoren Das Turnier war eine sehr gelungene Veranstaltung.
Wir hatten nicht nur mit dem Wetter Glück (die Sonne schien den ganzen Tag und es war angenehm warm), sondern auch der Standort des Turniers war ideal: So konnte auf den Jahnwiesen ein öffentlichkeitswirksames Vorturnier zur FIFA Fußball WM 2006 durchgeführt werden, das direkt vor den Toren des Fifa-Fußball WM Stadions (RheinEnergie Stadion Köln) stattfand. Dies war nicht nur für die Kinder und ihre Eltern aus Köln ein Highlight, sondern auch für die Touristen, Besuchen, die Kinder aus Dortmund und Gelsenkirchen, die diesen Ort nicht kannten. Zudem konnte eine große Öffentlichkeit auf die Rahmenmaßnahme von WM 2006 mit dem Integrationsturnier Black and White aufmerksam gemacht werden.
Nach der Siegerehrung waren die Kinder alle sehr froh, auch die Verlierer, weil jedes Kind ein Poster und ein T-Shirt erhielt und die ersten drei Platzierten darüber hinaus einen Pokal bzw. Fußbälle in den Händen halten konnten. Sehr viele Kinder fragten nach, ob wir noch ein Turnier dieser Art organisieren würden und wann es weiter gehen würde (=> Nachhaltigkeit; Integration in eine feste Maßnahme). Dies war für uns ein klares Zeichen, dass auch die Kinder das Turnier gemocht haben und das – wie auch immer – für Nachhaltigkeit der Pilotprojektmaßnahme gesorgt werden müsse. (Umso erfreuter waren wir Ende des Jahres, über die Möglichkeit, dies mit den Mitteln des Matching Antrages ev. auch umsetzen zu können).
Die Organisatoren und Projektleitung ist mit einem sehr erleichterten und zufriedenen Gefühl nach Hause gegangen. Wir sind sehr stolz darauf, dass innerhalb einer relativ kurzen Zeit und mit leider sehr wenig (finanzieller) Unterstützung von Sponsoren das Turnier gut organisiert und durchgeführt werden konnte. Außerdem gab es keine Beschwerden von Seiten der Eltern, Kinder, Öffentlichkeit vor Ort oder der Stadt, was uns zusätzlich ein sehr positives Gefühl gibt. Aus unserer Perspektive war das Turnier gut organisiert und wir konnten die Teilnehmer zufrieden stellen.